Dienstag, 31. Dezember 2013

Siedenburg
















Die Burg Siedenburg am Flüßchen Siede bei Sulingen wird 1294 erstmals erwähnt. Vermutlich bereits damals entstand an der Burg der gleichnamige Burgflecken. Ab 1372 diente die Burg der Abfindung jüngerer Söhne der Herren der Obergrafschaft Hoya. Nach dem Heimfall der Grafschaft Hoya an die Welfen (Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg) im Jahre 1582 wurde die Siedenburg Sitz des herzoglichen, später des kurfürstlichen und schließlich königlich-hannoverschen Amtes Siedenburg. Wann die Burg verschwunden ist, ist nicht genau bekannt, vermutlich aber im oder kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg. Das heute noch erhaltene, prachtvolle Amtshaus wurde 1701 auf alten Gemäuern der Burg errichtet. Der Wirtschaftshof des Dominalgutes ist nicht mehr erhalten. 

Das Amt Siedenburg wurde 1852 unter König Georg V. mit der Bildung des Amtes Sulingen aufgelöst. Aus dem hannoverschen Amt Sulingen entstand 1885 der preußische Kreis Sulingen, der schließlich 1932 an den Kreis Diepholz kam. Heute hat der Flecken Siedenburg rund 1260 Einwohner und ist Sitz der Samtgemeide Siedenburg im Landkreis Diepholz, zu der auch die Dörfer Mellinghausen, Maasen, Staffhorst und Borstel gehören.

Die drei Bilder vom Amtshaus (oben) habe ich im September 2015 gemacht und damit die bisherigen ausgetauscht.

Die folgenden zwei Bilder zeigen die prächtige Siedenburger Wassermühle am Speckenbach. Das große Mühlengebäude mit Turbinentechnik wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Heute ist darin allerdings keine Mühlentechnik mehr vorhanden. Schon vorher hat hier eine Wassermühle mit zwei Wasserrädern gestanden, die zum Amtshof gehörte. Ende des 18. Jahrhunderts wurde sie von einem sogenannten Erbenzinsmüller betrieben.
Das Bild darunter zeigt die historische, charakteristische kompakte Bebauung des Burgfleckens.





    















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