Sonntag, 20. April 2014

Hoya





 



 



 




 




Der Ort Hoya an der Weser bestand als Handelsplatz bereits Anfang des 12. Jahrhunderts. Um 1200 ließ sich hier der Graf von Stumpenhausen aus Wietzen nieder, der sich seitdem "Graf von Hoya" nannte. Die Burg wird 1233 erstmals erwähnt. Sie lag ursprünglich auf einer Weserinsel. Ende des 17. Jahrhunderts wurde der entsprechende Weserarm zugeschüttet und die Burg mit dem Flecken Hoya verbunden. Um die Burg entstanden mehrere Burgmannshöfe. Ende des 13. Jahrhunderts teilten die Grafen von Hoya die Grafschaft in eine Obergrafschaft mit Residenz in Nienburg und eine Niedergrafschaft mit Residenz in Hoya. 1503 starb die Hoyasche Linie aus, Ober- und Untergrafschaft wurden somit vereint. Nach dem Aussterben auch der Nienburger Linie kam im Jahre 1582 die Grafschaft an die Welfen (Herzogtum Braunschweig-Lüneburg). Im 30-Jährigen Krieg wurde das Schloß stark zerstört und anschließend in seiner heutigen Form wiederaufgebaut. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts errichtete das Kurfürstentum Hannover nahe dem Schloß ein neues, klassizistisches Amtshaus. Das Schloß diente später als Amtsgericht.

Die ersten drei Bilder ganz oben zeigen das ehemalige Grafenschloß. Darunter folgen zwei Bilder vom Rittergut der von Behr, einer alten Burgmannsfamilie, die zum deutschen Uradel zählt und bereits im 12. Jahrhundert auftaucht. Das Gut aus dem 15. Jahrhundert mit Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert liegt dem Schloß gegenüber und ist noch heute ein großer landwirtschaftlicher Betrieb. Von Behr ist seit 2004 Landschaftsrat der Hoya-Diepholz'schen Landschaft.

Das erste Bild unterhalb dieses Textblocks zeigt den auf das 15. Jahrhundert zurückgehenden Burgmannshof der von Staffhorst. Das Herrenhaus stammt aus dem 18. Jahrhundert. Nach dem Tod des letzten männlichen Erben der von Staffhorst wurde der Besitz 1855 parzelliert. Das Gut ist heute kein landwirtschaftlicher Betrieb mehr. Im ehemaligen Herrenhaus befindet sich heute das Heimatmuseum. Auf dem zweiten Foto unterhalb des Textblocks ist der Eingang in das Ende des 18. Jahrhunderts erbaute, klassizistische Amtshaus des Kurfürstentums Hannover zu sehen. Darunter folgen zwei Bilder von alten Häusern nahe der Burgmannshöfe.  

Hoya hat heute rund 3700 Einwohner und ist Sitz der Samtgemeinde Grafschaft Hoya im Landkreis Nienburg. 


 



 



















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